Rotationstraining und Antirotationstraining

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Rotationstraining und Antirotationstraining

September 25, 2014
Peter Hofstetter
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Rotationstraining

Besser gesagt, warum wir endlich mit stupiden Crunches und Sit-Ups aufhören sollten.

Was versteht man unter Rotations und Antirotationstraining?

Die wenigsten körperlichen Belastungen im Alltag sind einseitig, beziehungsweise auf die linke und rechte Körperhälfte gleich verteilt. Ist die Muskulatur daher nicht stark genug, beginnt sich der Teufelskreis zu drehen. Ein fixum bei körperlichen Belastungen ist, alles wo eine Komponente zu schwach ist muss eine andere ausgleichen und alles wo eine Komponente nicht ausreichend mobil ist muss eine andere ausgleichen. Daher, wenn die Rumpfmuskulatur bei einseitiger Belastung zu schwach ist, muss der passive Bewegungsapparat mit unnötig viel Belastung fertig werden, beziehungsweise unnötig viel kinetische Energie abfangen.

Sinn, oder Ziel des Trainings sollte daher sein den Körper in einer kontrollierten Umgebung an einseitige Belastungen zu gewöhnen. Hier stehen mir im viele Möglichkeiten zu Verfügung, seien es Kettlebellswings (vorallem einarmig), Landminetwists, isometrisches Halten am Kabelzug oder mit Superbands und das einseitige Tragen von schweren Lasten.

Eine wichtige Komponente des Rumpftrainings darf hier jedoch nicht außer acht gelassen werden, all diese zuvor genannten Übungen sind effektiver wenn sie mit geringer Wiederholungsanzahl und dafür höherer Intensität trainiert werden. Ein Training im Kraftausdauerbereich hat hier einen geringen Übertrag hinsichtlich Verletzungsprophylaxe im Alltag. Zur Veranschaulichung stelle man sich die typische Bewegung für Hausbesitzer um fünf Uhr früh im Winter vor. Genau, Schnee schaufeln. Ein typische Rotationsbewegung im Rumpf, meistens muskulär unterkühlt außerdem. Es ist daher unbedingt notwendig den Körper unter kontrollierten Bedingungen auf extreme Situation im Alltag vorzubereiten.

Auch wenn man es nicht gerne hört, der gerade Bauchmuskel (m. rectus abdominis) spielt hier leider eine sehr untergeordnete Rolle. Hauptfunktion der geraden Bauchmuskulatur ist die Distanz zwischen dem unteren Ende des Brustbeins (und Rippenbogen) und dem Schambein zu verkürzen besser gesagt zu kontrollieren. Praktisch gedacht ist diese Bewegung meistens einmal täglich nötig und zwar bei aufsetzen Morgens im Bett. Viel wichtiger in der Stützfunktion des Rumpfes fungieren hier der m. transversus, m. obliquus externus und internus abdominis.

Als Fazit, es wäre an der Zeit mit hunderten Cruches und Sit Ups aufzuhören und endlich funktionell wirksames und schweres Bauchtraining in seinen Alltag zu integrieren.

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